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Archiv der Kategorie: Tales of Erethia

Tales of Erethia – Kapitel I

Violà, hier habt ihr das erste Kapitel von ToE und ich hoffe, dass es euch gefällt. Ich würde mich freuen, wenn ich ein paar Rückmeldungen zu meiner Arbeit erhalten würde, damit ich mich verbessern kann und mögliche Logikfehler zu beseitigen.

Kapitel I

Copyright by Kyoshiro-kami

Langsam kehrten seine Sinne zurück und er erwachte aus seinem Schlaf. Der Mann stand auf und ging in das Badezimmer. Er legte seine Kleidung ab und besah sich im Spiegel. Die Stiche vom Vorabend waren bereits am verheilen und hoben sich kaum noch hervor. Dafür prangte eine lange Narbe über seiner Brust, es musste ein sauberer Schnitt gewesen sein, denn die Ränder waren gut verheilt. Dennoch hatte sie etwas Merkwürdiges an sich. Dann hob er den Blick und sah sich selbst in die Augen, Smaragden gleich, die nicht im Geringsten auf einen kaltblütigen Mörder schließen lassen konnten. Nach der Körperpflege zog er sich frische Kleidung an und trat hinaus in das helle Tageslicht, das seine Augen zum tränen brachte. Mit gehobener Hand stapfte er die lange Straße hinab, sein Ziel war das Zentrum und das wollte er schnellstmöglich erreichen. Immer wieder zwängte er sich an großen Menschentrauben vorbei die wie gebannt auf die Plakatanschläge sahen. „Es wurde wieder jemand getötet, diesmal wohl ein einflussreicher Politiker.“ „Ja, Kidmea war ein treuer Gefolgsmann des Königs. Weiß man schon Genaueres über den Mörder?“ „Man vermutet, dass es derselbe war, der auch schon die anderen Politiker und Geschäftsmänner getötet hat. Wobei ich das bezweifle, niemand kann an so unterschiedlichen Orten in so kurzer Zeit diese Morde begangen haben.“ „Und was ist, wenn wir es hier mit einer ganzen Gruppe von Verschwörern zu tun haben…“ Er ging weiter mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Niemand hatte auch nur die geringste Ahnung davon was vor sich ging. Der Weg bekam eine leichte Steigung da das Zentrum auf einer Anhöhe war. Der Mann erreichte sein Ziel, ein kleines Gasthaus in einer Gasse in der Nähe vom Stadtbrunnen. Es herrschte bereits reges Treiben in dem Lokal und er hatte Mühe einen ruhigen Platz zu finden. Sofort kam die Bedienung, ein hübsches junges Mädchen, zu ihm und fragte ihn nach seinen Wünschen. Nachdem er seine Bestellung aufgegeben hatte drehte sie sich um und begab sich in die Küche. „Exzellente Arbeit, Diener. Mal wieder dreht sich alles in der Stadt nur um dich. Egal wo man hingeht, überall bist du Thema Nummer eins.“ „Du sollst es lassen mich so zu nennen, ich bin kein Sklave. Hast du das verstanden?“ Bereits als sich die Person hinter ihn gesetzt hatte, war sie ihm aufgefallen. Seinen Sinnen entging nichts, nicht einmal die kleinste Bewegung. „Ganz wie du willst, aber du bist trotzdem nichts weiter als ein Diener. Hier hast du deine Bezahlung, ich melde mich sobald es einen neuen Auftrag gibt.“ „Ihre Bestellung… .“ Er fuhr herum und sah das Mädchen, das bereits damit angefangen hatte den Tisch mit Essen vollzustellen. „Sie müssen ja einen riesigen Hunger haben, wenn sie so viel essen wollen.“ Sie versuchte ihn in ein Gespräch zu verwickeln und der Mann amüsierte sich prächtig. Er konnte den Pulsanstieg seiner Gesprächspartnerin fühlen. „Meine Arbeit raubt mir viel Energie und die muss ich ja schließlich wieder auffüllen.“ „Oh, was für einen Beruf übt ihr denn aus?“ Er überlegte. „Ich bin ein…Söldner, in der heutigen Zeit ist das sehr gewinnbringend.“ Sie lächelte und schien beeindruckt, wusste aber nicht recht was sie antworten sollte. „Ich muss wieder an die Arbeit.“ Also verließ sie den Tisch um sich den anderen Gästen zuzuwenden. Somit konnte sich der Mann seinem Mahl widmen. Der gestrige Auftrag, aber auch die Heilung, hatten ihn Unmengen an Energie gekostet und das holte er jetzt wieder auf. Gierig schlang er das Essen herunter und bald war auch der kleinste Krümel Brot verputzt. Der Mann lehnte sich zurück und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Er war immer noch Müde und merkte, dass sein Körper immer noch nicht vollständig regeneriert war. „Vielleicht sollte ich ihn mal wieder aufsuchen?“ Er stand auf und verließ das Lokal, wieder hinaus in das helle Tageslicht. Kaum hatte er sich ein Stück entfernt, da spürte er eine Person die ihm nachrannte, er drehte sich um und sah die Bedienung, diesmal ohne Schürze und mit offenen Haaren. Sie war völlig außer Atem als sie ihn erreicht hatte. „Ich bin mit meiner Schicht gerade fertig.“, keuchte sie. „Und da habe ich mir gedacht, wir könnten ein Stück gehen, ich bin übrigens Elayna, Elayna Arador.“ „Angenehm, ich bin Fayron.“ „Einfach nur Fayron? Hast du keinen Nachnamen?“ Er schüttelte den Kopf und sah sie an, das lange, blonde Haar fiel ihr über die Schulter und die großen blauen Augen sahen ihn fragend an. Er machte eine abwinkende Handbewegung. „Ich kann mich an meinen Nachnamen nicht mehr erinnern, wenn ich überhaupt einmal einen hatte. Ich wurde seit ich denken kann schon immer einfach nur Fayron beziehungsweise Fay gerufen.“ Ihr Blick war voller Mitgefühl, sie hob die Hand und antwortete: „Dann nenne ich dich einfach auch so.“ Sie lächelte, ihr Herzschlag verriet sie aber ganz eindeutig. Er hätte es gerne nicht mitbekommen, doch er hatte es nun einmal und so gingen die Beiden die Straße hinunter. Elayna versuchte immer wieder mehr aus ihm heraus zu bekommen, doch er erwies sich als schwieriger Fall. Nach gut einer Stunde blieb Fayron stehen und verabschiedete sich mit der Begründung noch wichtige Geschäfte erledigen zu müssen. Sie sah ihm nach, dem Gesichtsausdruck zufolge war sie etwas enttäuscht, hatte sie sich doch mehr erhofft. Fayron jedoch hatte ein Ziel und lenkte seine Schritte weiter durch die Stadt. Er klopfte an einer Tür und sogleich wurde eine kleine Luke geöffnet. Zwei Augen sahen hindurch und musterten ihn. „Was wollt ihr hier?“, kam er mit rauer Stimme heraus. Fayron machte seinen Hals frei uns zeigte eine kleine Tätowierung und antwortete: „Lasst mich rein, es ist wichtig.“ Sogleich wurde er in das kleine Zimmer hineingelassen. An einem alten Holztisch saßen noch drei weitere Männer, alle mit Schwertern an den Gürteln. Die Türwache ging durch den Raum und zog den schmutzigen Teppich zur Seite. Darunter war kaum zu erkennen eine Falltür eingelassen. Fayron kletterte die Leiter hinunter und fand sich in völliger Finsternis und wieder einmal halfen ihm seine Sinne. Durch die langen Gänge aus behauenem Stein glitt er lautlos und nach kurzer Zeit fand er eine Kammer vor. Inmitten von riesigen Säulen, welche die Decke trugen, war ein Wasserbecken dessen Oberfläche das Licht der Fackeln reflektierte. Er wurde von einer Gestalt in einer langen Kutte empfangen. „Mein Sohn, was führt deinen Weg zu mir hier herunter?“ „Ich benötige wieder einmal eure Fähigkeiten, meine Kräfte lassen nach.“ „Du scheinst mir ein schwieriger Fall zu sein, deine Empfänglichkeit für die Blutgabe ist wahrlich schwach und doch halten Sie viel von dir. Also gut, ich bereite alles vor, du weißt ja was zu tun ist.“ Fayron nickte und sah dem Mann hinterher, dann zog er seine Kleidung aus und ging langsam die Treppe hinunter. Die Kälte des Wassers sorgte bei ihm für eine Gänsehaut. Der Mann kehrte zurück mit einem kleinen Lederbeutel und einem Dolch. Er tauchte seine Hand in das Wasser und fuhr Fayron über den Kopf. „Oh Kraft der Erleuchtung, gib diesem Schüler die Kraft die er braucht um deinen Auftrag zu befolgen.“ Er schnitt in den Lederbeutel und ließ das Blut in das Becken tropfen. Sofort verteilte sich dieses und zog in Fayrons Haut ein. Schwarze Flecken erschienen auf seinem Körper und ein Gefühl der Stärke durchflutete ihn, dann mit einem Mal durchzog ihn ein Brennen. Seine Narbe schien in Flammen aufzugehen und er begann nach Luft zu ringen. So schnell der Anfall gekommen war, so war er auch wieder verschwunden, sein Puls wurde wieder normal und der Mann stand auf. „Gehe nun, und erfülle deine Aufgabe, bringe Ihnen die Erleuchtung.“ „Jawohl!“ Mit diesen Worten verschwand Fayron wieder aus der Kammer. Das Bad hatte ihm wieder neue Energie gegeben und nun konnte er beruhigt zu seinem Versteck gehen. Wie immer waren die Fenster abgedeckt, sodass niemand hineinsehen konnte, doch schon vor dem Haus hatte er ein merkwürdiges Gefühl. Er betrat das Gebäude trotzdem und räumte erst einmal sein Zimmer auf. Immer noch lagen blutige Fetzen auf dem Boden und auch die Matratze hatte schon bessere Tage gesehen. Er hatte gerade alle schmutzigen Kleidungsstücke zusammen als er Gefahr spürte und die Tür aufgebrochen wurde. „Königliche Wache, ergeben Sie sich!“, schrie eine Stimme vom Flur her. Ohne zu zögern riss sich Fayron seinen Mantel um und verbarg sein Gesicht, dann griff er zu seinem Schwert und streckte den ersten Eindringling nieder. Dieser ging mit einem gurgelnden Geräusch zu Boden. „Er ist in dem Zimmer da hinten! Los, nehmt ihn fest!“ Fayron schlug die Tür zu und rannte zum Fenster. Die Wachen rannten die Tür ein und fanden ein leeres Zimmer vor. Völlig verdutzt durchsuchten sie den Raum und fanden keinen Anhaltspunkt auf den Verbleib des Gesuchten. Alle Fenster waren von innen verriegelt und konnten unmöglich geöffnet worden sein. Der Hauptmann kochte vor Wut als er vom Verschwinden des Mannes erfuhr. Die Nacht war hereingebrochen und der dunkel gekleidete Mann trat auf das Dach der Kirche. Der Mondschein erhellte sein tätowiertes Gesicht, das rote Haar trug er kurz und seinen Mund verdeckte er mit einem Tuch. „Wie ich gehört habe, ist dein Versteck aufgeflogen. Das Gebäude wurde schon eine Weile observiert und nun wollten sie zuschlagen.“ „Du hast Recht, Ikio. Aber dafür haben bereits genug Menschen die Konsequenzen erfahren.“ „Du meinst, du hast sie umgebracht?“, der Mann lachte. Fayron saß auf einer der Brüstungen und sah hinunter in die Tiefe. Der andere Mann gesellte sich zu ihm und nahm eine Schriftrolle aus seinem Ärmel. „Dein neuer Auftrag und erfülle ihn wieder zur vollsten Zufriedenheit, sonst könntest du Probleme bekommen.“ „Du meinst wegen der Wachen? Dafür kann ich nichts, irgendwer muss meinen Aufenthaltsort verraten haben.“ Ikio winkte ab und setzte wieder sein Grinsen auf. „Bleib ganz ruhig, ich kenne dich doch, wir bringen dich woanders unter und sorgen diesmal dafür, dass dich niemand entdecken kann. Du bist doch ein treuer Diener und somit verdienst du den Schutz unseres Lichtes.“ Fayron nickte und machte sich fertig zum Aufbruch. „Und noch etwas. Pass auf dich auf, mein Freund.“ „Du auch auf dich!“

Fortsetzung folgt

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 4. Mai 2009 in Tales of Erethia

 

Tales of Erethia

Ein paar kennen ja sicherlich schon Teile meines Romans, trotzdem möchte ich ihn auch dem Rest der Welt präsentieren.

Zusammenfassung: Meine Geschichte handelt von einem Attentäter namens Fayron, welcher im Auftrag eines mysteriösen Ordens handelt. Da ihm bei einem Auftrag ein wertvoller Gegenstand zu Bruch geht muss er fliehen. So ist Fayron fortan selber das Ziel des Ordens. Zusammen mit seiner Begleiterin Elayna versucht er sich den Angriffen auf sein Leben zu entziehen und vielleicht doch nicht ein ruhiges Leben führen zu können.

Prolog

© by Kyoshiro-kami

In tiefer Finsternis lag die prachtvolle Stadt von deren Glanz im faden Licht des Mondscheins wenig zu sehen war. Nur die riesigen Türme des Palastes waren erhellt von tausenden Fackeln, bedrohlich sahen sie auf die restlichen Gebäude von Dunrain.

Durchdringende, rote Augen sahen hinunter auf den Hof des großen Hauses. Der kunstvoll behauene Marmor der Fassade musste Unsummen gekostet haben.

Leicht strich der Wind am Umhang der vermummten Gestalt, deren schwarze Haare glänzten. Der dunkle Umhang schien schwer und im Gürtel steckte ein kurzes Schwert. Das Gesicht hatte sie mit einem groben Tuch verdeckt, was ihren bedrohlichen Eindruck um ein vielfaches steigerte. Sie sah sich genauestens um und war darauf bedacht nicht gesehen zu werden. Immer wieder lief die Wache am steinernen Brunnen vorbei, sah sich um und ging anschließend wieder zurück.

Der Vermummte spannte seine Muskeln und sprang hinunter und trennte noch im Flug der Wache die Kehle durch. Schnell drückte die geheimnisvolle Gestalt seine Hand auf die klaffende Wunde um kein Blut auf dem Platz zu verschütten. Er sah noch einmal hinauf zu dem Platz an dem er zuvor verharrt hatte, es waren gute zwanzig Meter die er hinunter gefallen war.

Er zerrte den leblosen Körper in eine dunkle Ecke und schlich sich weiter. Mit einer kleinen Handbewegung öffnete er die Tür zur Küche und glitt lautlos hinein. Ohne auch nur ein Geräusch von sich zu geben durchquerte er den Raum und gelang schließlich in den Flur. Das Licht war schwach, doch das war für ihn kein Problem. Mit einem Mal spürte etwas, sofort verschwand er hinter eine Ecke und schloss seine Augen. Er konnte zwei Personen spüren, die sich auf ihn zu bewegten. Vermisste man bereits die Wache oder hatte man gar die Leiche entdeckt? Nein, die Beiden bewegten sich langsam, das konnte er genauestens hören. Er roch Schweiß und Leder, fest umschloss seine Hand den Griff seines Schwertes. Als dann die zwei Wachen um die Ecke bogen war es schon zu spät für sie, die Gestalt stieß zu und bohrte sich tief in den Hals des ersten Mannes. Noch bevor der Zweite reagieren oder schreien konnte ereilte ihn das gleiche Schicksal wie sein Begleiter. Der cremefarbene Teppich war bedeckt von einem Meer aus Blut.

Der Angreifer ging weiter, er musste sich beeilen. Und so hastete er durch die Gänge immer weiter nach oben bis er endlich vor einer großen, mit Intarsien verzierten Holztür stand. Er horchte und grinste. „So leicht mache ich es euch nicht, denkt ihr ich bin so leicht zu fassen?“

Seine Hand verschwand in seinem Mantel und holte ein Flasche hervor, dessen Inhalt war silbern glänzend.

Er trat hinein und fand sich vor einer Übermacht an Söldner, in deren Mitte ein untersetzter Mann in feinen Gewändern stand. „So, du beehrst mich mit deinem Erscheinen, was für ein Vergnügen. Endlich habe ich dich, Dämon von Sarkaia, du konntest ja nicht ahnen, dass ich von deinen Plänen erfuhr und mir darum diese kleine Leibgarde zugelegt habe. Nun gib auf! Du hast keine Möglichkeit zu fliehen.“

Hinter sich konnte er spüren, dass weitere Männer auf den Flur getreten waren, es war umzingelt!

Er senkte den Kopf und ein Schluchzen erfüllte den Raum. „Ich wusste doch, dass du einsichtig bist. Nun kann ich endlich erfahren wer hinter Maske steckt und mich um mein Hab und Gut bringen will.“

Doch das war kein Schluchzen, die Gestalt lachte. Es war ein kaltes, böses Lachen, schon fast wahnsinnig. Dann warf sie die Flasche zu Boden und ein dichter schwarzer Rauch breitete sich aus.

„Findet ihn, los! Ich will ihn tot sehen.“

Die Augen fest verschlossen, konzentrierte sich der nächtliche Besucher und mit einem Mal konnte er sehen. Doch das war kein normales Sehvermögen, er konnte genauestens Erkennen wo die einzelnen Männer standen, trotz des Nebels. Schnellen Schrittes ging er auf den Adligen zu.

Als die Sicht langsam wiederkehrte bot sich ein schrecklicher Anblick. Auf dem Boden lag die verstümmelte Leiche des Mannes, das schmerzverzerrte Gesicht zeugte von der Untat. Auf dem Boden war sein Blut zu einem Zeichen verteilt worden. Dann erst bemerkten die Söldner den Geruch, der nun die Luft erfüllte. Ein neuer Rauch strömte durch die Türen in das Zimmer. Feuer! Das ganze Haus stand in Flammen. In Panik versuchten die verängstigten Männer zu fliehen. Die Tür ging nicht auf, die Gestalt hatte den Riegel vorgeschoben und sie so eingeschlossen.

Durch den Lärm der Schmerzensschreie und dem Licht des Feuers wurden die Anwohner der umliegenden Häuser auf die Straße gelockt. Fassungslosigkeit stand in ihren Gesichtern.

Der nächtliche Attentäter war schon längst wieder in den Schatten verschwunden und sprintete nun über die Dächer.

Nach einer ganzen Weile sprang er hinunter in eine Gasse, die Häuser schienen total heruntergekommen. Kaum ein Fenster war noch in Ordnung, viele waren sogar zugenagelt. Die Gestalt trat geräuschvoll in eine Pfütze und zuckte heftig zusammen, nervös blickte sie sich um, doch anscheinend hatte niemand den Lärm bemerkt. Vorsichtig öffnete er ein Kellerfenster und glitt hinein. Langsam stieg er die Treppe hinauf und erreichte das kleine Zimmer in dem sein Lager war. Auf dem Boden lag eine mottenzerfressene Matratze, daneben ein Bündel mit Kleidung.

Verschwitzt und erschöpft zog er den Mantel aus und hervor kam das Gesicht eines jungen Mannes. Er war vielleicht zwanzig Jahre oder älter, die Züge wirkten nicht annähernd so beängstigend wie seine blutroten Augen. Sie durchstachen einfach alles. Vorsichtig lies er sich zu Boden fallen und keuchte schwer. Die Anstrengung machte ihn schläfrig und langsam verschwand das Zimmer, er fiel in einen unruhigen Schlaf.

Ein Junge schlief tief und fest in seinem Bett. Dieses Kind…er kannte es. Das war er als er noch klein war. Oft hatte er diesen Traum, ein Klirren weckte den Jungen. Sofort sprang er auf und rannte die Treppe hinunter. Die Erinnerung riss ab und er merkte wie sein Arm brannte. Die Schmerzen waren so enorm, er wollte schreien doch das durfte er nicht, sein Versteck wäre sonst in Gefahr.

Er griff zu seinem Dolch und stach zu, immer und wieder rammte er sich die Klinge in den Arm und irgendwann verflog der Krampf. Wieder wurde es schwarz vor seinen Augen.

~ Fortsetzung folgt ~

 
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Verfasst von - 26. April 2009 in Tales of Erethia